HAUSFASSADEN UND WANDBILDER, BERLIN


Hier eine kleine Bildauswahl von bemalten Hausfassaden und Wandbildern in Berlin.


Nike: Gewachsen auf Beton / Win the Ghetto

  • Motiv: Die Köpfe der Brüder Jerome, George und Kevin-Prince Boateng. Über ihnen steht unübersehbar die Botschaft: Gewachsen auf Beton. „3 United“, steht unter dem Hausgiebel: Drei Brüder vereint und die versteckte Werbung von Nike mit ihrem berühmten Swoosh (der bekannte Nike-Haken).
  • Wandgemälde als Brandwandwerbung
  • In Auftrag gegeben von der Sportmarke Nike
  • Entstehungsjahr: 2013
  • Kreuzung Pankstraße und Badstraße in Berlin-Wedding

Unbekannt: Riskier alles

  • Motiv: Der deutsche Fußballspieler Mario Götze wurde in einem Streetart-Mural in Charlottenburg verewigt.
  • Text im Streetart: Vielleicht hat noch nie ein Spiel gewonnen. Riskier alles.
  • Das Streetart ist hinter einem Bolzplatz angebracht worden.
  • Entstehungsjahr: Juli 2014
  • Savignyplatz in Berlin-Charlottenburg

Ben Wagin: Weltbaum

  • Motiv: Ein dicker alter Baum mit Gesicht streckt seine kahlen Äste in alle Richtungen. Sein Mund ist geöffnet und enthält große Zähne. Rechts von ihm befindet sich eine kleine Ansammlung technischer Gegenstände aus Metall.
  • Der Weltbaum soll die Wichtigkeit der Natur gegenüber der zunehmenden Technisierung der Welt darstellen.
  • Der Künstler selbst ist Baumpate und engagiert sich für den Schutz von Natur und Umwelt.
  • Entstehungsjahr: 1975 (ältestes Streetart Berlins)
  • Siegmunds Hof in Berlin-Tiergarten

Shepard Fairey: No Future ("Keine Zukunft")

  • Motiv: Ein Zeitung lesender Mann.
  • In Kombination der oberen und unteren Wörter liest man den deutsch-englischen Satz "No Future für Apathie! Ignoranz! Sexismus! Fremdenfeindlichkeit! Rassismus!".
  • Der Künstler sendet damit seine Botschaft gegen Sexismus, Rassismus und Fremdenhass.
  • Farben: Schwarz und Rot
  • 15 mal 18 Meter groß
  • Froben-/Ecke Schwerinstraße in Berlin-Schöneberg

Interbrigadas e.V.: Aufstand der Farben

  • Motiv: Berliner Altbauwohnungen auf einem Berg, die Siegessäule und der Fernsehturm. Zwischen den Häusern tauchen z.B. Karl Marx, eine atztekische Skulptur, Papageien, Indianerkinder und eine Inidanerin auf. Der Arm der Indianerin wird zu einem Baumstamm. Über das Szenario fliegt ein Zeppelin. 
  • Entstehungsjahr: 2009
  • Entstehungsdauer: 1 Monat
  • 600 m² groß (Zählt zu den größten Graffitis in Berlin)
  • Luckenwalder Straße in in Berlin-Mitte

Jadore Tong: Obama Merkel Putin

  • Motiv: Barack Obama, Angela Merkel und Wladimir Putin im Äffchen-Stil.
  • Der ehemalige US-Präsident hält sich die Augen zu, die Bundeskanzlerin den Mund und der russische Präsident die Ohren. Ihre Posen gehen auf die buddhistische Weisheit „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“ zurück. Viele erkennen darin auch die Affen-Emojis auf dem Smartphone.
  • Entstehungsjahr: 2014
  • Ritterstraße in Berlin-Kreuzberg

Alaniz and Vhils in Yaam - Rebellion vs Commercial success ("Rebellion gegen kommerziellen Erfolg")

  • Für die Kampagne Go Forth kreiert
  • Vhils kreierte eine Serie von Porträts lokaler "Pioniere der Moderne". Er möchte die Schöpfung durch Zerstörung darstellen.
  • Gleich neben Vhils Porträt stellt Alaniz mit seinem Streetart "Protesta" eine Gruppe von Demonstranten dar. Es soll Rebellion und Kühnheit darstellen.
  • An der Schillingbrücke in Berlin-Friedrichshain

Agostino Iacurci - The human aspect of unification ("Der menschliche Aspekt der Vereinigung")

  • Motiv: Zwei sich gegenüberstehenden Gesichter.
  • Ein Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung von der italienischen Region Apulien an die Stadt Berlin. Ein Künstler aus der Region durfte eine Brandmauer am ehemaligen Grenzübergang gestalten.
  • Der Künstler wollte mit diesem Streetart eine Verbindung zwischen der Hauptstadt Berlin und anderen Orten aus der ganzen Welt errichten.
  • Prinzenstraße 35 in Berlin-Kreuzberg

Bordalo II: Fröhlicher Tucan

  • Motiv: Ein Kakadu
  • 3D Mural aus Schrott und Müll
  • Entstehungsjahr: 2018
  • Der portugiesische Künstler Bordalo Segundo aka Bordalo II hat sein neuestes Mural auf dem Gelände der Urban Spree Galerie auf dem RAW-Gelände gebaut.
  • Revaler Straße in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg

Alice Pasquini: Suspended

  • Motiv: Sechs Portraits einer jungen Frau. Die Künstlerin zeigt in diesem Streetart die zahlreichen Facetten der Frau.
  • Aquarelltechnik
  • Entstehungsjahr: April 2015
  • Entstehungsdauer: 6 Tage
  • 150 m² groß
  • Die Künstlerin malt häufig Frauen, die so sind wie sie sind. Ihr Ziel ist es das Bild der starken, unabhängigen Frau zu stärken.
  • Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain

Ricky Lee Gordon: Die Sonne wird im Ozean versinken

  • Motiv: Weißes Pferd, das bis zum Bauch im hohen Wasser in einem überfluteten Palast vor einem Fenster steht. Das Wasser spiegelt sich im Licht der sinkenden Sonne.
  • Dauer der Entstehung: 1 Woche
  • Der Künstler will den Widerstand der Natur gegenüber der Zerstörung ausdrücken. Der menschliche Drang zum Fortschritt ist an einem Punkt angelangt, an dem der Mensch der Erde schadet und damit auch sich selbst, denn wir sind alle mit der Erde und der Natur verbunden.
  • Landsberger Allee in Berlin-Prenzlauer Berg

HERAKUT: Mural

  • Motiv: Frau mit 2 Kindern. Die Haare der Kinder sehen aus wie Äste und werden an den Haarspitzen zu Bäumen.
  • Wandbild vom erfolgreichen Street-Art-Duo HERAKUT
  • Kernbotschaft ist das Zitat von Martin Luther: "Wenn ich wüsste, dass die Welt morgen untergeht, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen.”
  • 20 Übersetzungen des Zitats wurden im Kleid der jungen Frau abgebildet und sollen für Humanität und Hoffnung stehen.
  • 30 Meter hoch
  • Greifswalder Straße in Berlin-Prenzlauer Berg

Various & Gould: Face Time

  • Motiv: Ein collagierter Kopf zusammengesetzt aus Patchwork-Gesichtern, das die Vielfalt der Stadt Berlin widerspiegelt.
  • Wandbild vom Berliner Künstlerduo Various & Gould, die einzelne Gesichtsteile zu neuen Personen zusammen setzen.
  • Stil: Siebdruck und Collage
  • 350 m² groß
  • Dauer der Entstehung: 12 Tage
  • Heinrich-Heine-Straße in Berlin-Mitte

Unbekannt: A MONKEY COULD DO THAT

  • Motiv: Ein Affe mit Fotoapparat in den Händen.
  • schwarz-weiß
  • mit Sprühdosen gesprayt
  • Rosenthaler Straße in Berlin-Mitte

Jimmy C.: Anne Frank

  • Motiv: Ein lächelndes Streetart-Portrait von Anne Frank vor einem himmelblauen Hintergrund. Um ihren Kopf befindet sich eine helle Fläche, die an einen Heiligenschein erinnert.
  • Entstehung im Jahr 2012. Als Vorlage diente ein Foto.
  • Dotwork-Technik in freundlichen Farben
  • Klassische Öl-Malerei und Graffiti
  • Rosenthaler Straße (am Eingang des Anne-Frank-Zentrums) in Berlin-Mitte

Victor Ash: Astronaut / Cosmonaut

  • Motiv: Ein überdimensionaler Astronaut, der in seiner Weltraumausrüstung über der Stadt schwebt
  • Politisches Streetart-Motiv: Die Größenangabe zwischen Daumen und Zeigefinger soll darauf aufmerksam machen, wie klein und vergänglich der Mensch im Vergleich zu den Territorien ist, derer er sich ermächtigen möchte.
  • schwarz-weißer Schablonenstil
  • 22 x 14 Meter
  • Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg

Roa: Nature Morte

  • Motiv: Zeigt einen Hasen, einen Storch und einen Rehbock, die nebeneinander tot an Stricken vom Dach hängen.
  • schwarz-weiß
  • mit Sprühdosen gesprayt
  • Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg

Don John: Hoodie Birds

  • Motiv: Ein Oberkörper in einem schwarzen Hoodie mit Kapuze, der die Hände in den Taschen vergräbt. Aus der Kapuze strömt ein Schwarm bunter Vögel, die davon fliegen.
  • Leider warf später jemand rote Farbbeutel auf die Vögel, sodass es nun aussieht, als wären sie angeschossen worden.
  • Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg

Shepard Fairey: Make Art Not War ("Mach Kunst, nicht Krieg")

  • Motiv: Eine Handschelle um einen Rosenstiel mit der Aufschrift "Rise Above" ("Erhebe Dich"); links der Schriftzug: "Eyes Open" ("Augen offen") und rechts der Schriftzug: "Mind Open" ("Geist offen").
  • Streetart mit Friedensbotschaft: Seine eigenen Ansichten mit Kunst ausdrücken und nicht mit Gewalt. Wir sollen offen und tolerant sein, einander mit Respekt begegnen und über gesellschaftliche Zwänge hinauswachsen.
  • Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg

Jadore Tong: Elephant Playing With A Balloon

  • Motiv: Ein bunter Elefant, der mit einem Ball (in Form der Weltkugel) spielt.
  • Streetart Projekt mit verschiedenen Grafitti-Künstlern
  • Dauer des Projektes: 4 Wochen
  • 24 Meter hoch
  • Am Theodor-Wolff-Park in Berlin-Kreuzberg

SOBR: It's Time To Dance

  • Motiv: Unter anderem zeigt die Fassade die Aufforderung vom französischen Künstler SOBR: "It's Time To Dance" ("Es ist Zeit zu tanzen").
  • Mit zahlreichen anderen Straßenkünstlern hat Oliver O. Rednitz im Laufe der Jahre die Fassade des L.U.X. in der Schlesischen Straße in eine große Collage verwandelt. Auch an anderen Orten in Berlin gibt es Teile dieses Kunstprojektes zu sehen.
  • Schlesische Straße in Berlin-Kreuzberg

Os Gêmeos: Yellow Man

  • Motiv: Mit hängenden Schultern dastehender Mann mit einem müden Blick. Die Füße sind heute nicht mehr zu sehen, weil andere Sprayer sie übermalt haben.
  • Streetartkunst aus Brasilien: Grafitti vom Streetart-Künstlerduo Os Gêmeos (übersetzt "die Zwillinge". Dahinter verbergen sich die eineiigen Zwillingsbrüder Otávio und Gustavo Pandolfo. Markenzeichen der Brüder: Riesige Menschen mit gelblichen Gesichtern und extrem dünnen Gliedmaßen.)
  • Oppelner Straße in Berlin-Kreuzberg

Blu: Pink Man / Leviathan

  • Motiv: Ein pinker Riese mit weißen Augen. Wenn man direkt davor steht, sieht man, dass der pinke Mann aus lauter kleinen pinken Menschen besteht. In der Hand des Riesen erkennt man einen weißen Menschen, der kurz davor ist von dem Riesen verschluckt zu werden.
  • Streetartkunst des italienischen Künstlers Blu
  • Entstehungsjahr: 2007
  • Fassade am Club "Musik & Frieden" in Berlin-Kreuzberg

Nomad: Figuren

  • Motiv: Zwei verschlungene Menschen
  • Der bekannte Berliner Künstler Nomad ist nicht nur in Berlin sondern auch international bekannt (z.B. durfte der Künstler das Garagentor der Villa in Los Angeles von Demi Moore und Ashton Kutcher gestalten)
  • Oppelner Straße in Berlin-Kreuzberg

Unbekannt: Bonjour Tristesse / BITTE LƎBN

  • Motiv: Ein roter Schriftzug BITTE LƎBN.
  • Das Haus ist bekannt als "Bonjour Tristesse". Diesen Namen hat das Haus allerdings nicht vom Architekten, sondern von Unbekannten, die diese Worte 1984 auf den Giebel malten.
  • 2012 kam der rote Schriftzug „BITTE LƎBN“ (mit Anarchie-A) hinzu. Eine Ecke weiter wird in ganz ähnlichen Lettern die „Fickt Eusch Allee“ ausgerufen.
  • Ecke Schlesische Straße / Falckensteinstraße in Berlin-Kreuzberg